[Foto Akupunkturnadeln]TCM

Gesundheit setzt aus traditionell chinesischer Sicht das Gleichgewicht von Yin und Yang und einen harmonischen Fluss von Qi (Lebensenergie) und Blut voraus. Ist dieses Gleichgewicht gestört oder der Fluss gestaut, entstehen Krankheit oder Schmerz. Die Traditionell Chinesische Medizin beinhaltet verschiedene Teilbereiche, welche auf die Wiederherstellung von Ordnung und Harmonie zielen.

Bei der Körperakupunktur werden die Nadeln zuerst in die Haut eingestochen und anschließend zum Akupunkturpunkt weiter geschoben, bis das typische Deqi-Gefühl auftritt, ein kurzer, dumpfer, ziehender Schmerz, der manchmal entlang des Meridianverlaufes ausstrahlen kann. Außer dem Schmerz beim Einstechen und dem seltenen Entstehen von Hämatomen (blaue Flecken) ist die Akupunktur nebenwirkungsfrei.

Sie wirkt über Freisetzung lokaler Gewebsstoffe, die in der Folge auch in den Blutkreislauf gelangen und über die Aktivierung von Nervenbahnen und Zentralnervensystem. Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte des Menschen.

Jede beliebige weitere Therapieform wie Medikamenteneinnahme, Homöopathie, Chemotherapie oder Physiotherapie ist mit Akupunktur kombinierbar.

Bei der chinesischen Kräutertherapie werden auf die jeweiligen Beschwerden abgestimmte Kräuterrezepturen als Tee (Dekokt) oder Granulat eingenommen, als Ergänzung zur Akupunktur oder bei besonderen Erkrankungen wie Hauterkrankungen als alleinige Form der Behandlung. Die Kräuterrezepturen beinhalten eine Zusammenstellung von durchschnittlich fünf bis fünfzehn Kräutern, die aus China importiert werden und in Apotheken erhältlich sind.

Die Ernährung nach den fünf Elementen beugt Erkrankungen vor und unterstützt die Heilung.

Tuina ist die chinesische Massage beziehungsweise Manualtherapie. Qigong steht für Übungen der Bewegung, der Atmung und der Meditation. Sie können als Einzeltherapie oder zusätzlich zu den anderen Teilbereichen der TCM durchgeführt werden.

Ergänzende Behandlungstechniken sind Moxibustion, das ist das Erwärmen von Akupunkturpunkten mit Beifußkraut, und  Schröpfen.

Die TCM ist eine ganzheitliche Heilmethode. Ob sie bei bestimmten Erkrankungen als einzige Therapieform angewendet werden kann, oder ob sie in Kombination mit schulmedizinischen Maßnahmen unterstützend zur Anwendung kommt, wird im individuellen Fall zu entscheiden sein. Bei fast allen Erkrankungen wäre sinnvoll, dem östlichen Therapiekonzept zusätzlich Aufmerksamkeit zu schenken, da in vielen Fällen eine Linderung, Beschwerdefreiheit oder Dosisreduktion der Medikation erreichbar ist.